//Steiles wissen

//Steile kultur

//Goethe mochte es steil.

Vom Gartenhaus zum Kultobjekt Schon 150 Jahre vor der Gründung des legendären Bauhaus in Weimar war die Stadt Zentrum einer Bewegung: Goethe schuf zahlreiche seine Werke in seinem Gartenhaus. Dieses unspektakuläre Walmdachhaus im Park an der Ilm wurde über die Jahre ein Kultobjekt, vielfach dokumentiert und besucht.

Prof. R. Jan Krause geht in seinem Essay auf die besondere Dach-Architektur dieses Gebäudes ein.

Klicken Sie hier für das gesamte Essay.

//DIE AVANTGARDE BAUT STEIL.

Alle zwei Jahre wartet die Architekturwelt voller Spannung auf den Bauwelt-Preis „Das erste Haus“. Prämiert werden Erstlingswerke von Architekten aus der ganzen Welt. Der Architekturpreis präsentiert stets neue Namen und neue Ideen. Er ist DAS Trendbarometer der Branche: Wie tickt die nächste Architektengeneration? Was sind ihre Motive? Was sind ihre Themen? 2019 wurden sechs Preisträger ausgezeichnet: alles Architekturen mit einem geneigten oder geschwungenen Dach. Die sechs Preisträger stammen aus Japan, Spanien und Deutschland. Bemerkenswert ist trotz aller Unterschiedlichkeit der Standorte und Bauaufgaben: Bei allen Häusern spielt die Typologie des Daches eine wesentliche Rolle im Gesamtentwurf.

Prof. R. Jan Krause stellt in seinem Essay die Entwürfe der diesjährigen Preisträger vor.

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//Was ist gute Architektur?

//Video mit dem deutschen Architekturkritiker.

//Die Kulturgeschichte des geneigten Daches.

Seit mehr als 2000 Jahren interpretieren und variieren Architekten weltweit das Satteldachhaus. Er kommt in allen Epochen und Bauaufgaben zur Anwendung. Sakralbauten vom antiken Tempel über die mittelalterlichen Kathedralen bis zu zeitgenössischen Kirchen und Kapellen entsprechen diesem Typus, ebenso wie Wohnhäuser, Museen, Bildungseinrichtungen, Industrie- oder Verkehrsbauten. Die Typologie des Satteldachs prägt ganze Dachlandschaften, wird zum charakteristischen, identitätsstiftenden Merkmal ganzer Städte und Regionen, sowohl in Europa aber auch weltweit.

Prof. R. Jan Krause geht in seinem Essay auf die Geschichte dieses besonderen Dachtypes ein und zeigt anhand von vielen Beispielen die Entwicklung auf.

Lesen Sie hier das Essay von Prof. Jan R. Krause.

//Steile fakten

//3 Gründe, warum ein Steildach sinnvoll ist.

//3 Gründe, warum ein Steildach auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll ist.

Wie wollen wir wohnen? Und was macht ein Zuhause zu unserem Zuhause? Behaglich, warm und trotzdem modern, zudem natürlich auch bezahlbar und effizient. Während der Planung des Eigenheims gibt es neben der Gestaltung des familiären Lebensraumes einiges zu beachten. Bei der Wahl der Dachform hilft – zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht – eine Studie der TU Wien. Und das Bonbon für künftige Bauherren, die auf wohnliche Räume unter Dachschrägen nicht verzichten wollen: Ein Steildach ist auf den Lebenszyklus betrachtet sogar günstiger als herkömmliche Flachdächer und dabei auch ökologisch ein Gewinn.

//Grund 1: Steildächer sind langlebig, pflegeleicht und können zu einem späteren Zeitpunkt ausgebaut werden.

Der Prototyp einer Bauherrenfamilie, die in den Mittdreißigern ihr Haus baut, steht häufig noch am Anfang ihrer Familienplanung. Sowohl Wohnbedürfnisse als auch Nutzungsverhältnisse ändern sich meist im Laufe eines Lebens. Ein zu Beginn nicht ausgebautes Steildach bietet die Möglichkeit, anfangs Geld zu sparen und später durch die vorhandene Platzreserve zu kostbarem Wohnraum auszubauen. In punkto Langlebigkeit bei verhältnismäßig geringem Pflegeaufwand liegt das Steildach ganz weit vorne. Bei entsprechender Pflege durch die Hausbewohner, wie der Reinigung von Rinnen oder der Entfernung von Moos oder ähnlichem Bewuchs, hält ein solides Steildach meist jahrzehntelang.

//Grund 2: Wer steil baut, spart mehr als 400 Euro pro Quadratmeter ein.

Die Studie belegt: Die reinen Herstellungskosten für ein ausgebautes Steildach sind zu Beginn geringfügig teurer als für ein Flachdach. Da das ausgebaute Steildach aber insgesamt mehr Fläche zum Wohnen bietet, werden auf den Quadratmeter betrachtet 14 Prozent der Baukosten eingespart. Dieses Ersparnis steigert sich im Laufe des Lebenszyklus (50 Jahre), auf insgesamt sogar 16 Prozent. Das Bauteil Dach, also Hülle plus Konstruktion, ist hierbei der größte Einsparungsfaktor. Das ergibt sich laut Dr. Iva Kovacic, Leiterin der Studie, durch hohe Anschaffungs- und Wartungskosten beim Flachdach. Besonders teuer seien die Stahlbetondecke und der Aufbau samt Gefälledämmung. Jeweils im Turnus von 15 Jahren fielen zudem Instandhaltungskosten an, während die laufenden Kosten für ein Steildach relativ konstant seien. Insgesamt, nach Addition aller Bau- und Folgekosten, werden beim Steildach somit innerhalb eines Lebenszyklus mehr als 400 Euro je Quadratmeter eingespart.

//Grund 3: Beim Bau und Betrieb eines Steildachs wird jede Menge CO2 eingespart.

Ein Steildach ist wirtschaftlich, effizient und nachhaltig. Um das zu belegen, hat die Studie dazu die Ökobilanzen aller Baumaterialien, den Energieverbrauch gemäß Energieausweis sowie die ökologischen Kennzahlen für den Ersatz von Bauteilen nach Ablauf ihrer Lebensdauer addiert und denen des Flachdachs gegenübergestellt. Insgesamt werden beim Steildach somit über die Jahre enorme Mengen CO2 eingespart, je nach Ausbau des Daches zwischen 12 und 16 Prozent. Um diese Einsparung zu veranschaulichen: Für den Ausstoß von 26 Tonnen CO2, was den eingesparten 12 Prozent entspricht, könnte ein Kleinwagen fünf Mal die Erde umrunden, also knapp über 200.000 km fahren.

Insights zur Studie
*Für diese Studie entspricht der Lebenszyklus einer Dauer von 50 Jahren.

Die Studie unterscheidet drei verschiedene Gebäudetypen:

  • Klassisches Flachdach
  • Steildach mit nicht ausgebautem Dach
  • Steildach mit ausgebautem Dach

Die Gebäudetypen werden hinsichtlich zweier Potenziale bewertet: Ökonomische Lebenszyklusanalyse / Lebenszykluskosten Herstellungs- und Folgekosten, also der Gebäude-Betrieb, die Instandhaltung und Wartung bzw. Erneuerung nach Ablauf der Lebensdauer Ökologische Lebenszyklusanalyse / Ökobilanz Ökobilanz für die beiden Phasen Produktion bzw. Herstellung und Betrieb

//Die kulturelle Dimension des Steilsdachs.

//Welche Bedeutung hat das Dach im Gesamtentwurf?

Das Steildach als „fünfter Fassade eines Hauses“ hat ein erhebliches kreatives Potenzial. Für 3/4 der Befragten ist der Trend zur Gebäudehülle aus einem Guss (Material) keine temporäre Modeerscheinung, sondern eher „langlebig“ bzw. „von grundsätzlichem architektonischen Interesse“. Weitere gestalterische Motive von wachsendem Interesse sind Asymmetrien, gefaltete Dächer und geneigte Dächer nicht nur auf Wohnhäusern, sondern in großem Maßstab.

//Welche Assoziationen verbinden Sie mit dem Raum unter dem Dach?

Der Innenraum unter dem geneigten Dach hat besondere atmosphärische Qualitäten. Dachräume eröffnen aus Architektensicht attraktive Raumangebote insbesondere in der Nachverdichtung im Geschosswohnungsbau. Insgesamt wird der Charakter von Dachräumen als „großzügig“ und „hell“ beschrieben, sofern es sich nicht um den Ausbau von schwierig zu möblierenden Resträumen handelt, die eher „Enge erzeugen.

//Welche kulturellen Einflüsse beinflussen die Dachgestaltung?

Für die Architekten in Deutschland ist das Steildach ein elementarer Bestandteil der Baukultur.  Dabei ist das Dach nicht „on top“ isoliert zu betrachten, sondern integrierter Bestandteil einer eigenständigen baukulturellen Gebäudetypologie. Hierbei spielen regionale Traditionen die maßgebliche Rolle: „Regionale Baukultur“, „Regionale Typologien“ und die „Geschichte des Ortes“ werden als die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Dachgestaltung genannt.

//Steiler sparen.

//Studie der TU-Wien belegt: Steildach ist in Anschaffung und Lebenszyklus die günstigere Lösung.

Gegenüber dem Flachdach kann bei der Herstellung/qm BGF 14% eingespart werden und bei den Lebenszykluskosten 16%.
Der Ausbau eines Steildachs bietet gegenüber dem Flachdach ein Einsparungspotential beim CO2 von 12% pro qm BGF.

Studie hier als PDF runterladen.

//Luft nach oben.

Über Raum-Reserven unterm Dach ist viel geschrieben: Der Dachgeschossausbau von Wohngebäuden eröffnet attraktive Perspektiven der Wohnraumerweiterung. Wieviel Potenzial aber gibt es auf dem Dach des Gebäudebestands in Deutschland für Aufstockungen? Die aktuelle „Deutschlandstudie 2019“ von TU Darmstadt und Pestel-Institut liefert nun konkrete Zahlen zu Raum- Reserven auf dem Dach von Wohn- und Nicht-Wohngebäuden. Insgesamt 2 Millionen Wohnungen könnten durch Aufstockungen entstehen, davon allein rund 600.000 auf Bürohäusern, Supermärkten und Parkhäusern, ohne weiteres Bauland zu verbrauchen.

Dieses spannende Feld der Möglichkeiten auf den Dächern beleuchtet Prof. R. Krause in seinem Essay.

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//Steile objekte

//Steildach-Avantgardismus

Die Dolomiten sind rund 250 Millionen Jahre alt, Peter Pichler gerade einmal 37. Und dennoch prägt er die alpine Landschaft und deren architektonisches Erscheinungsbild derzeit wie kein anderer. Urlauber verbinden den Gebirgszug der Alpen aus Sedimentgestein und Kalkstein zweifellos mit Erholung, Skifahren und hügeligen Ausblicken; Architekten seit Pichler wohl am ehesten mit eigenwilliger Architektur.

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//Keine Architektur von der Stange

Zwischen den medientauglichen Projekten großer Stararchitekten und herkömmlicher Alltagsarchitektur besteht meist eine große Diskrepanz. Während öffentliche Bauten wie die Elbphilharmonie, das Historische Museum in Frankfurt oder die neue Kirche in Poing mit ihren aufwendigen Dachkonstruktionen Pracht, Prestige und Qualität ausstrahlen, scheinen in der Alltagsarchitektur Funktion und Nutzwert statt Repräsentation im Vordergrund zu stehen.

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//Steildach en Vogue

Thomas Steimle liebt die Vielfalt der Architektur, und diese Liebe sieht man seinen Bauten auch an. Die nötige Inspiration dafür holt er sich am Ort des Geschehens. Er und seine knapp 30 Mitarbeiter setzen sich auf der Suche nach dem tieferen Sinn intensiv mit den örtlichen Gegebenheiten, aber auch mit der Historie auseinander, um die Geschichten der Orte weiterzuerzählen.

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//Kein Steildach für Studierende?

Das Flachdach ist bei den meisten Studierenden das bevorzugte Mittel. Warum? Es zu entwerfen führt mehrheitlich zu weniger Fragen. Doch schon in unserer Generation hafteten dem Steildach keine altbackenen Attribute mehr an. Diese Zeit scheint überwunden, und das ist auch gut so.

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//IN DER TRADITION VERWURZELT

Jahrzehntelang hatte Garmisch-Partenkirchen auf diesen Moment gewartet. Nach knapp 35 Jahren ist mit dem „Quartier Garmisch“ schließlich im Jahr 2016 der erste Hotel-Neubau in der bayrischen Gemeinde entstanden. Dem Entwurf von Beer Bembé Dellinger gelingt es dabei, moderne Architektur mit der Tradition des alpenländischen Umlands zu verbinden.

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//DACHFORMEN NUR FÜR BESONDERE ANLÄSSE?

Kaum wandert der Fuß über die Schwelle, senkt sich die Stimme. Der Blick schweift ehrfürchtig gen Dachraum nach oben, und die Hand berührt das kalte Gemäuer oder die Banklehne aus Holz. Sakralbauten gehören zu den komplexesten Aufgaben in der Architektur. Sie haben eine emotionale Funktion, sind von öffentlichem Interesse und bieten dem Besucher eine schützende Atmosphäre.

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//DAS STEILDACH SCHAFFT EMOTION

Die Architektur von Thomas Kröger Architekten ist in der Tagespresse angekommen. Wenn das gelingt, geschieht es meist aus einem dieser zwei Gründe: Zeit- und Kostenplanung wurden maßlos überschritten, oder es entstand Architektur, die von der Gesellschaft akzeptiert und als angenehm empfunden wird. Für Thomas Kröger gilt Letzteres, denn seine Architektur ist alles andere als eindimensional.

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//RAUM VERSCHENKEN, LEBENSQUALITÄT GEWINNEN?

Ganz oben ist es schön. Und ganz unten? Der Keller kommt bei der Betrachtung weniger gut weg. Angst, Beklemmung oder Spuk haften ihm an. Aber warum ist das so? Warum fühlen wir uns unterm Dach geborgen? Vielleicht sind es die Lichtstimmung, die Raumatmosphäre oder die Proportion. Vielleicht ist es aber auch einfach nur das Gefühl: Ich bin ganz oben, und nur das Dach trennt mich von der Umgebung.

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//STEILDACH: ANGEPASSTE INDIVIDUALITÄT

Nahe dem historischen Buddenturm in Münster ragt der First des spitzen Satteldaches gen Himmel. Auf den ersten Blick wie selbstverständlich, auf den zweiten Blick viel mehr als das. Es scheint, als tanze der Baukörper aus der Reihe der sprossenbefensterten, dachüberständigen und charakteristischen Altbauten.

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//DAS DACH ALS SYMBOL DER BAUKULTUR

Baukultur ist kein Thema, das nur die Architektur betrifft. Baukultur ist vielmehr ein gesellschaftliches Phänomen und umfasst den Umgang der Menschheit mit ihrer gebauten Umgebung. Häuser, die entstehen, sind der „Bau“. Unser Umgang mit der Bebauung: die „Kultur“.

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//STADTPORTRAIT: KEIN DORF OHNE DACH

Was bedeutet das Leben und Arbeiten im Dorf, und welche baukulturelle Verantwortung wohnt dem Dach als gestalterischem Element inne? Antworten auf diese Fragen geben uns zwei junge Architekten aus Deitingen, einer 2.237-SeelenGemeinde in der Schweiz. luna productions – ein Akronym aus Lukas und Nadja Frei – steht für Gedankenexperimente, für Kreativität, schlicht für alles, was die beiden privat und beruflich bewegt.

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//ARCHITEKTEN & STEILDACH – EINE HASSLIEBE?

Wenn wir an Steildächer denken, denken wir an freistehende Einfamilienhäuser. Anschließend an rechtwinklige, schwarz glimmernde Straßen ohne Schlaglöcher, Schottervorgärten, standardisierte Putzfassaden. Es sind anerzogene und gleichzeitig gewohnte Assoziationen. Städtische Randgebiete mit ausgebreiteten Einfamilienhaussiedlungen als Sinnbild der Monotonie. Ein Vorurteil? Ja, ganz bestimmt.

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//Neue Freude am Steildach.

Jeder Bauherr wird im Laufe der Planung mit der Frage konfrontiert, ob, wie und in welcher Form sein Eigenheim Energie einsparen soll. Auch ökologische und finanzielle Aspekte fließen in diese Überlegungen mit ein. Daher sollte von Anfang an gut überlegt sein, welche Maßnahmen sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar sind.

Lesen Sie hier den gesamten Bericht in der DABpraxis.